Tesla Low Code

Case Study · Landwirtschaft & Bioverbände

Schritt für Schritt digitalisieren, ohne die Kontrolle abzugeben

Wie Demeter e.V. ein Mitgliederportal und komplexe Beitragsprozesse produktiv gebracht hat – ohne vorher ein vollständiges Datenmigrationsprojekt abschließen zu müssen.

Kunden-Steckbrief Referenz
Demeter e.V. Logo
OrganisationDemeter e.V.
BrancheLandwirtschaft · Bioverband
Gegründet1924
ProfilDeutschlands ältester Bio-Anbauverband
Eingesetzt fürMitgliederportal, Beitragsprozesse, Genehmigungen
EntscheidungFebruar 2021
Ausgangslage

Ein CRM, das nur einen Prozess wirklich kannte

Demeter e.V. ist Deutschlands ältester Bio-Anbauverband. Der Verband vertritt die biologisch-dynamische Landwirtschaft, entwickelt Standards für Erzeugung, Verarbeitung und Handel und vergibt das Demeter-Markenzeichen.

Die Daten dafür lagen in verschiedenen Systemen und zahlreichen Excel-Listen. Das bestehende CRM war stark auf den Kernprozess Zertifizierung zugeschnitten; andere Prozesse waren darin nie umfassend abgebildet. Dokumentation und Architektur der Altlösung ließen eine Weiterentwicklung kaum noch zu.

„Selbst kleine Änderungen verursachen oft unverhältnismäßig hohen Aufwand.“

Den Anstoß, überhaupt nach einer neuen Lösung zu suchen, gab kein IT-Projekt, sondern ein Organisationsentwicklungsprozess. Dabei wurde der Bedarf an besserer Budgetierung und Kostentransparenz ebenso deutlich wie der Wunsch nach zentraler Datenhaltung für die verbundenen Organisationen.

1924 gegründet Landwirtschaft · Bioverband Mitgliederportal Beitragsprozesse Genehmigungen
Die Herausforderung
Sehr heterogene Prozesse einer gewachsenen Verbandsstruktur abbilden – ohne sie in eine Standardsoftware zu pressen und ohne für jede Anpassung auf externe Entwicklung angewiesen zu sein.
Evaluierung

Zehn Systeme, zwei Finalisten – und ein Vorabprojekt mit echten Use Cases

Der Auswahlprozess wurde von einer externen, unabhängigen Beraterin begleitet. Die Anforderungen entstanden nicht als Wunschliste, sondern wurden aus beispielhaften Prozessen des Alltags abgeleitet und dienten anschließend als Kriterien für den Systemvergleich.

Betrachtet wurden zunächst rund zehn Systeme. Die Auswahl verdichtete sich auf zwei: Tesla Low Code und eine spezialisierte Zertifizierungslösung. In der finalen Phase ließ Demeter beide Anbieter dasselbe Set an Use Cases mit Testdaten als Vorabprojekt umsetzen. Verglichen wurde damit nicht nur der Funktionsumfang, sondern auch Analysefähigkeit, Kommunikation und konkrete Umsetzungsstärke.

~10
Systeme im ersten Schritt betrachtet
2
Finalisten mit demselben Set an Use Cases
1924
gegründet – gewachsene Strukturen über 100 Jahre

Der Aha-Moment

Tesla brachte kaum Vorkenntnisse aus dem Bio-Bereich mit, arbeitete sich aber schnell und tief in die Fragestellungen ein. Das Team erkannte Unstimmigkeiten in den Vorgaben, hinterfragte sie konstruktiv und setzte die Use Cases sehr detailliert um.

Die Bedenken vorher waren ernst gemeint: Kann eine nicht spezialisierte Plattform das besondere Qualitätsverständnis eines Bio-Verbands und teilweise komplexe Prozesse zuverlässig abbilden – und bleibt der Anpassungsaufwand wirtschaftlich? Gerade bei der Zertifizierung gab es intern die Position, eine Speziallösung sei die sicherere Wahl.

In der Evaluation wurde jedoch deutlich, dass sich die spezifischen Demeter-Prozesse ohnehin nicht „von der Stange“ kaufen lassen. Damit wurde die Fähigkeit, ein System flexibel und dauerhaft anzupassen, wichtiger als der Spezialisierungsgrad der Ausgangslösung.

”

Dadurch wurde für uns greifbar, dass nicht der Spezialisierungsgrad der Ausgangslösung entscheidend ist, sondern wie gut, schnell und nachvollziehbar sich unsere individuellen Prozesse damit umsetzen lassen.

M
Martin Müller-Lindenlauf
Leiter des Bereichs XRM-Systeme in der IT, Demeter e.V.
Die Umsetzung

Ein System, drei zentrale Bausteine

Die Einführung begann nicht mit einer vollständigen Migration, sondern mit den Prozessen, die am dringendsten gebraucht wurden. Auf Demeter-Seite waren daran IT und XRM, die interne Entwicklung und eine externe Beratung beteiligt.

01
Kein Big Bang
Demeter musste kein vollständiges Datenmigrationsprojekt abschließen, bevor es losgehen konnte. Neue Prozesse entstehen schrittweise im neuen System, während weiterhin auf Daten des Altsystems zugegriffen wird.
02
Mitgliederportal, vorgezogen
Das ursprünglich für später geplante Portal wurde vorgezogen, um einen verbandsweiten Zustimmungsprozess kurzfristig digital abbilden zu können. Self-Services für Mitglieder waren von Beginn an Teil des Zielbilds.
03
Beitragsprozesse individuell
Umsatzmeldungen ausrollen und verarbeiten, zahlreiche Prüfungen, unterschiedliche Beitragsordnungen, Beitragstypen, Ausnahmen und Berechnungslogiken – wartbar abgebildet. Eine fertige Standardfunktion dafür gibt es nicht.
Mai 2020
Präsentation der Ergebnisse aus der zweiten Evaluationsphase, in der die beiden verbliebenen Anbieter im direkten Vergleich vorstellen. Danach mehrere weitere Abstimmungsrunden.
16. Februar 2021
Endgültige Entscheidung für Tesla Low Code.
Rund zwei Wochen später
Server eingerichtet, die technische Basis steht. Die eigentliche Arbeit beginnt danach: Anbindung des Altsystems und Umsetzung der ersten dringend benötigten Prozesse.
Ende März 2021
Eine erste, noch rudimentäre Version der Bestandsdatenanbindung geht produktiv. Seitdem wird sie schrittweise erweitert – fachliche und technische Besonderheiten zeigen sich erst im Detail.
Ergebnisse

Zwei große Vorhaben – parallel, zeitkritisch, produktiv

Das erste strategisch wichtige Ergebnis war das digitale Mitgliederportal. Im Organisationsentwicklungsprozess mussten alle Mitglieder einer Veränderung aktiv zustimmen. Der Portalaufbau wurde vorgezogen und der Zustimmungsprozess vollständig digital darüber abgebildet. Die Alternative wäre ein erheblicher postalischer oder anderweitig manueller Prozess für sämtliche Mitglieder gewesen.

Das zweite war die Abbildung der neuen Beitragsprozesse. Dafür mussten Umsatzmeldungen ausgerollt und verarbeitet, zahlreiche Prüfungen durchgeführt sowie unterschiedliche Beitragsordnungen, Beitragstypen, Ausnahmen und weitere Berechnungslogiken wartbar abgebildet werden. Für diesen spezifischen Prozess gab es keine fertige Standardfunktion; er wurde individuell auf der Plattform aufgebaut.

Beide Vorhaben waren komplex, zeitkritisch und liefen parallel zu organisatorischen Veränderungen. Dass sie dennoch produktiv gingen, zeigt für Demeter die Stärke und Flexibilität der Plattform.

Ein verbandsweiter Zustimmungsprozess, vollständig digital statt postalisch.
Beitragsberechnung mit Ausnahmen und mehreren Beitragsordnungen, wartbar abgebildet.
Neue Prozesse im neuen System, während das Altsystem weiter Daten liefert.
Anpassungen außerhalb des Systemkerns nimmt Demeter selbst vor.
”

Die größte Stärke von Tesla Low-Code ist für uns neben der Flexibilität der Plattform die partnerschaftliche Zusammenarbeit. So können wir unsere Prozesse Schritt für Schritt digitalisieren, ohne die Kontrolle über unser System aus der Hand zu geben.

M
Martin Müller-Lindenlauf
Leiter des Bereichs XRM-Systeme in der IT, Demeter e.V.
Aus dem Projekt

Kein Dienstleister, ein erweitertes Entwicklungsteam

Demeter beschreibt die Zusammenarbeit nicht als klassische Dienstleisterbeziehung, sondern als echtes erweitertes Entwicklungsteam. Die Wege sind kurz, die Reaktionszeiten außergewöhnlich schnell. Diese Arbeitsweise zeigte sich schon im Auswahlprozess: Tesla teilte Zwischenstände proaktiv, bezog Demeter eng in die Umsetzung ein und arbeitete Rückmeldungen unmittelbar ein.

Gemeinsames Repository
Verzahnung im Alltag
Tesla liefert technische Grundlagen und Prototypen, Demeter übernimmt die fachliche Ausgestaltung und das Feintuning. Für Bereiche außerhalb des Systemkerns hat das Team direkten Zugriff und lässt sich gezielt schulen.
Selten und gemeinsam
Anpassungen am Systemkern
Wenn sie erforderlich sind, entsteht schnell eine gemeinsame Lösung, die den Bedarf deckt und zugleich als sinnvolle Ergänzung des Produkts ausgestaltet werden kann.
Die Frage war die Kapazität
Akzeptanz im Team
Im IT-Team gab es zu Beginn Vorbehalte. Sie richteten sich weniger gegen das System als gegen die Frage, ob intern genug Kapazität für ein Projekt dieser Größenordnung vorhanden ist. Rückblickend war das berechtigt.
Tempo, Vertrauen, Befähigung
Was überrascht hat
Wissen wird aktiv geteilt, Schulungen werden ermöglicht, Eigenständigkeit wird gefördert. Kleine Rückfragen werden nicht formalisiert, sondern lösungsorientiert geklärt. Diese Mischung empfindet Demeter als außergewöhnlich.
Was Demeter daraus gelernt hat

Digitalisierung ist vor allem Organisationsentwicklung

Diese Referenz endet nicht mit einem Erfolgssatz, sondern mit vier Erkenntnissen, die Martin Müller-Lindenlauf einer Organisation in derselben Situation mitgeben würde. Sie sind der ehrlichste Teil des Projekts.

Die Technik war selten die größte Hürde
Entscheidend ist, wie klar Prozesse, Rollen und Verantwortlichkeiten tatsächlich sind. Man muss nicht alles ausmodelliert haben, bevor man beginnt – aber den eigenen Reifegrad ehrlich einschätzen und Zeit für die fachliche Klärung einplanen, bei Bedarf mit externer Unterstützung.
Tempo kann auch verleiten
„Gerade die hohe Umsetzungsgeschwindigkeit einer flexiblen Low-Code-Plattform kann sonst dazu verleiten, zu früh mit der technischen Umsetzung zu beginnen.“ Unter Zeitdruck bei den ersten großen Vorhaben sind so zahlreiche Änderungen und auch technische Schulden entstanden.
Integration realistisch bewerten
Ohne vollständiges Migrationsprojekt zu starten und Altsysteme zunächst anzubinden, war ein großer Vorteil. Den Aufwand für Synchronisationslösungen sollte man trotzdem realistisch einschätzen – besonders bei bidirektionaler Synchronisation. Zielbild, Datenmodell und Integrationsstrategie gehören früh gemeinsam durchdacht.
Den Dienstleister früher fordern
„Anfangs versuchten wir, einen Teil der technischen Analyse selbst zu leisten. Im Nachhinein hätten wir das tiefe technische Verständnis des Tesla-Teams früher und intensiver genutzt.“ Je vollständiger das gemeinsame Verständnis der Ausgangsdaten, desto effizienter die Integration.

Wie es weitergeht: Demeter digitalisiert weitere Prozesse schrittweise und baut dabei internes Know-how aus, um einen wachsenden Teil der Weiterentwicklung selbst zu übernehmen. Tesla bleibt als Sparringspartner für komplexe Fragestellungen an Bord.

Fazit

Für Organisationen, die sich nicht in Standardsoftware pressen lassen

”

Wir würden Tesla Low Code insbesondere komplexen Organisationen empfehlen, deren vielfältige individuelle Prozesse sich nicht sinnvoll in Standardsoftware pressen lassen und die Digitalisierung als fortlaufenden Entwicklungsprozess verstehen – nicht als einmaliges Datenbankprojekt.

Den Unterschied macht für uns neben der Plattform selbst vor allem die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Wer bereit ist, sich auf diese enge Zusammenarbeit einzulassen und eigenes Know-how aufzubauen, kann aus unserer Sicht enorm von der Flexibilität der Plattform profitieren.

M
Martin Müller-Lindenlauf
Leiter des Bereichs XRM-Systeme in der IT, Demeter e.V.
Weitere Beweise

Deutsche Rheuma-Liga Berlin setzt auf Tesla ERP® – und hat ihre über Jahre gewachsene Verwaltung modernisiert, ohne dass das Team fachlich bei null anfangen musste.

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Bei der Messe Düsseldorf übernimmt Tesla Low Code die Integrations- und Steuerungsschicht hinter dem Aussteller-Shop.

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